Mitten Im Herzen Deutschlands, noch keine 20 km von Kassel entfernt, lag
der Austragungsort der Int. Deutschen Meisterschaft Hann. Münden. Ein
schönes Fleckchen Erde, eingerahmt von riesigen Wäldern und einer
imponierenden Flusslandschaft. Gleich am Stadteingang prangte das Schild
WESERBERGLAND-HALLE
und so dachten viele, sie wäre leicht zu finden. Allerdings ist der Sport-
und Hotelkomplex rund um diese Halle so groß, dass es zumindest beim Schreiber dieser
Zeilen erste Irritationen gab. Zuerst fuhr er zu einer Sporthalle, in der
gerade ein Handballspiel zu Ende gegangen war; die zweite Halle in 300 m
Entfernung schien dann die richtige zu sein. Aber auch dort gab es keinen
Bodybuilder zu sehen, sondern einige Jugendliche, die Tischtennis
spielten. Blieb noch der riesige Hotelkomplex, ein Kurzentrum von
Dorfgröße. Wahrscheinlich die Zukunft. In diesem Kurzentrum schlängelte
sich eine Straße, die sich nach einigen hundert Metern endlich in ein
bekanntes Bild verwandelte. Ganz klar, Bodybuilder und ihre Fans. Nun war
die Irrfahrt beendet. Ein entrüsteter Veranstalter teilte mir am Eingang
mit, dass seine Wegweiser zur Halle (Stückpreis 20 Euro) in der
Nacht alle abgehängt worden waren. Immerhin noch besser, als wenn sie in
verkehrte Richtungen gehängt worden wären, dachte ich insgeheim.
Im Trubel vor dem Eingang und des
Foyers spürte man jetzt deutlich, dass es heute um etwas ging. Um die
Titel der DEUTSCHEN NEWCOMER,
der DEUTSCHEN MEISTERSCHAFT
und letztlich wollten die Besten ja zur WFF-WM nach Moskau.
Ein Rundgang durch die Halle befriedigte selbst kritischste Zeitgenossen.
Die Bühne war groß, die Musikanlage perfekt, die Umkleidemöglichkeiten für
die Athleten riesig, die sanitären Anlagen wie in einem 5-Sterne Hotel.
Etwas Unruhe auf einmal, weil nicht genügend ´Spiegel´ im Aufwärmbereich
waren, aber das Übel wurde in minutenschnelle behoben. Die Bewirtung der
Gäste fand in angenehmen Ambiente statt. Alles in allem waren die
Rahmenbedingungen gut.
Pünktlich mit nur (!) 20 Minuten
Verspätung fing dann die Veranstaltung an. Moderator Thomas Hofmann,
übrigens nicht mit dem NABBA Präsidenten verwandt, begrüßte das anwesende
sachkundige Publikum. Zuerst fand die
NEWCOMER
statt, dann war Pause; anschließend Siegerehrung und sofort danach die
Int. DM,
bei der die besten Newcomer noch teilnehmen durften. Eine
athletenfreundliche Entscheidung des Verbandes. Wie gewohnt betraten die
Junioren die große Bühne. Ein herrlicher Anblick.
Bevor wir über die Platzierungen und Titelkämpfe im Einzelnen berichten,
wollen wir diesmal mit Abkürzungen agieren, um dem Leser das spannende
Geschehen schneller und prägnanter darzustellen.
Dazu eine Erklärung:
NEW
steht für Int. Deutsche Newcomermeisterschaft
DM
steht für Int. Deutsche Meisterschaft
JU-FI
steht für Junioren Fitness
JU-LEI
steht für Junioren Leistung
JU-ATH
steht für Junioren Athletik
JU-SU
steht für Junioren Superbody
MÄ-FI
steht für Männer Fitness
u.s.w.